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Der Aero-Club Fürth e.V.

Faszination Fliegen

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Der Aero-Club Fürth e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der die Begeisterung für das Fliegen in die Breite tragen möchte und der sich vor allem der Jugendförderung für den Luftsport verschrieben hat. Den Schwerpunkt bildet dabei traditionell der Segelflug, die besonders umweltfreundliche Königsklasse der Fliegerei. Segelfliegen ist nichts Elitäres und kostet auch nicht viel - außer vielleicht Zeit.

Beim Aero-Club Fürth treffen sich Menschen aller Altersklassen und Generationen, um gemeinsam das wunderbare Gefühl des vogelgleichen, lautlosen Fliegens zu erleben. Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit selbst. Hier träumt man nicht nur davon, man lebt die Faszination aktiv aus. Einige betreiben dabei den Segelflug als echten Leistungssport mit Wettkämpfen auf Liga-Ebene, andere wiederum genießen einfach nur die große Freiheit am Himmel und das Spiel mit den Kräften der Natur.

Der gemeinnützige Verein ist Mitglied im Deutschen Aero-Club e.V. (DAeC), im Luftsportverband Bayern e.V. (LVB) und im Bayerischen Landessportverband e.V. (BLSV). Derzeit hat er  112 Mitglieder, darunter 42 aktive Piloten. Besonders stolz ist man beim Aero-Club auf sein eigenes Fluggelände in Fürth-Seckendorf. Der Flugplatz im Landkreis Fürth und dessen Infrastruktur wurden im Laufe der Jahrzehnte von den Mitgliedern immer weiter ausgebaut und attraktiv gestaltet. Darüber hinaus verfügt man über einen umfangreichen, modernen Flugzeugpark, der die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitglieder zu befriedigen vermag.


Historie

Am 4. August 1950 wird in der Rhön der Deutsche Aero Club gegründet, der sich nach dem Krieg für die Wiederzulassung des deutschen Segelfluges einsetzt. 1951 ist es soweit. Die Alliierten heben das Verbot Segelflugzeuge herzustellen, zu besitzen und zu betreiben wieder auf. Der Weg zur Gründung eines Segelflugvereins ist frei, und in Fürth steht man schon in den Startlöchern. Bereits am 9. September 1950 wird der Aero Club in Fürth aus der Taufe gehoben, um schon kurz darauf mit vier eigenen Flugzeugen die Spitze der neu gegründeten Vereine in Bayern zu bilden.


Geflogen wird anfänglich auf dem ehemaligen Werksflugplatz der Firma Bachmann & Blumenthal auf der Fürther Hardhöhe. Als auf dem Gelände dann ein Wohngebiet errichtet werden soll, wird der Flugbetrieb 1957 eingestellt und man geht eine Zweckehe mit dem Segelflieger-Club im benachbarten Schwabach ein. Vier Jahre später wird der Schwabacher Platz für ein Militärgelände der US Armee auserkoren und beide Vereine sind wieder auf der Suche nach einer neuen fliegerischen Heimat. Die findet der Aero-Club Fürth dann endlich in Seckendorf, im Landkreis Fürth, etwa 15 km westlich von Nürnberg. Hier wird seit 1962 die Vereinsgeschichte auf dem vereinseigenen Segelfluggelände überaus erfolgreich weitergeschrieben.


Fliegen lernen

Als Schwerpunkte setzt sich der Aero-Club Fürth e.V. schon seit jeher die Jugendarbeit und die Ausbildung des Nachwuchses. Um die Belange der Jugendlichen kümmern sich zwei ehrenamtliche Jugendleiter. Als Zeichen der jahrelangen guten Jugendarbeit beim Aero-Club Fürth e.V. wurde im Jahr 2005 das Landesjugendtreffen des Luftsportverband Bayerns mit knapp 400 Teilnehmern in Seckendorf ausgetragen.

Die Ausbildung zum Segelflieger steht natürlich nicht nur den Jugendlichen sondern auch jedem anderen Fluginteressierten – egal welchen Alters – offen. Fünf ehrenamtliche Fluglehrer sorgen dafür, dass die Erfolge nicht lange auf sich warten lassen.

Geflogen wird von April bis November, an jedem Wochenende und an den Feiertagen. Um die guten Wetterlagen im Sommer besser nutzen zu können, gibt es darüber hinaus pro Jahr noch zwei zweiwöchige Fluglager, bei denen auch unter der Woche geflogen wird. Somit wird vor allem den Flugschülern die Chance geboten, in relativ kurzer Zeit große Schritte in Richtung Flugschein zu machen. Diese Flugwochen finden jedes Jahr während der Pfingstferien und in den ersten beiden Sommerferienwochen statt.


Sportlicher Wettkampf

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Leistungs-Segelflug. Bereits seit Beginn der Vereinsgeschichte stehen den Mitgliedern möglichst moderne Segelflugzeuge zur Verfügung, um auf einem sehr hohen Niveau Luftsport betreiben zu können. So besitzt der Verein neben einem modernen Motorsegler auch ein leistungsfähiges Ultraleichtflugzeug. Mit diesen beiden Flugzeugen werden die Segelflugzeuge in die Luft geschleppt. Sie werden aber auch für Rundflüge und Pilotenschulung eingesetzt. Mit sechs verschiedenen Segelflugzeugtypen bietet sich den Mitgliedern ein breites Spektrum an Flugmaterial, um sowohl sogenannte "Spaßflüge" über dem Frankenland, als auch Hochleistungsflüge über hunderte von Kilometern durchführen zu können.

Der Titelgewinn im anspruchsvollen Mannschaftswettbewerb der bayerischen Landesliga unterstreicht den sportlichen Ehrgeiz, der beim Aero-Club Fürth vorherrscht. Man ist hier nicht mit Unrecht stolz darauf, Bayerischer Meister 2009 geworden zu sein. Das nächste Ziel der Leistungssegelflieger ist nun der Aufstieg in die zweite Bundesliga.


Teamgeist und Kameradschaft

Auch wenn die meisten Segelflugzeuge nur für einen Piloten gebaut sind, ist Segelfliegen ein echter Teamsport. Ein Segelflieger kommt nie alleine in die Luft, hierfür ist immer eine ganze Mannschaft notwendig. Dies fängt beim Flugleiter an, der die Starts und Landungen koordiniert und dokumentiert. Darüber hinaus bedarf es eines Piloten, der das Schleppflugzeug fliegt, welches einen in die Luft zieht, um später die thermischen Aufwinde nutzen zu können. Als weitere Unterstützung benötigt man nun noch mindestens einen zusätzlichen Helfer, der einem bei Start hilft. Und nach der Landung muss man sich auf ein  Team verlassen können, das einen mit dem Segelflugzeug wieder aus der Bahn zieht.

Nur durch engagierte Vereinsarbeit, Teamgeist und Kameradschaft - sowohl im Sommer als auch im Winter - ist es möglich, diesen Sport auf einem kostengünstigen Niveau zu halten. So werden zum Beispiel alle Flugzeuge im Winter zerlegt und durch die Mitglieder in der vereinseigenen Werkstatt gewartet. Dabei werden eventuell notwendige kleinere Reparaturen selbst durchgeführt. Aber auch die Pflege und Weiterentwicklung der Flugplatz-Infrastruktur gehört zu den Arbeiten, die durch die Gemeinschaft zu erbringen sind. Denn neben dem Flugzeugpark muss natürlich auch die Start- und Landebahn, die Flugzeughallen, das Außengelände, das Vereinsheim und vieles mehr in Schuss gehalten werden. 

 
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